- Künstler*in
- Christoph Freimann
- Titel
-
Zwölf Kanten
- Jahr
- 1977
- Kunstform
- Skulptur
- Material
- Corten-Stahl
- Maße
- 12 Winkelstahlkanten. entsprechend den Kanten eines 6×2×2m großen Quaders
- Adresse
- Keplerstraße 7, 70174 Stuttgart, Mitte
- Standort
- Stadtgarten
Die Skulpturen von Christoph Freimann (*1940) basieren seit vielen Jahren auf einem Prinzip, das der Künstler von Beginn an strikt beibehalten hat: Handelsübliche, im Profil L-förmige Winkeleisen aus Stahl werden in verschiedenen Größen, Stärken und Längen konstruktivistisch in-, auf- oder zueinander angeordnet. In manchen Werken verkantet oder verkeilt er sie, legt sie übereinander und fügt sie zusammen. In anderen – wie den hier besprochenen Zwölf Kanten – platzierte der Bildhauer die einzelnen Teile wie Linien auf einer bestimmten Fläche zueinander. Dies wirkt einerseits leicht und dynamisch, andererseits aber auch unverrückbar, da als Material massiver, wetterfester Baustahl verwendet wurde.
Die 12 Kantenlängen eines imaginären Quaders mit den Maßen 6 x 2 x 2 Meter, welche die Skulptur im Raum dekonstruiert, scheinen willkürlich in die Landschaft gelegt worden zu sein. Ihre Oberflächen sind sichtbar verwittert, an den Spitzen der vertikal in die Höhe ragenden Teile ist die präzise Ausführung der Ecken auf Gehrung gut ablesbar. Freimann fordert von seinem Publikum eine hohe Vorstellungskraft ein, da es die Teile selbst im Kopf zusammensetzen muss.
Ursprünglich entwickelte der Künstler Zwölf Kanten anlässlich der Ausstellung Konzept und Raum des Württembergischen Kunstvereins innerhalb der Bundesgartenschau, die 1977 bereits das zweite Mal seit 1945 in Stuttgart gastierte. Damals stand das Kunstwerk im Unteren Schlossgarten.