Künstler*in
Klaus Wagner
Titel

Stahlskulptur

Jahr
2004
Kunstform
Skulptur
Material
Stahl
Adresse
Schellingstraße 24, 70174 Stuttgart, Mitte

Die Stahlskulptur des Bildhauers Klaus Wagner besteht aus vier roten, hoch aufragenden Stahlstelen, die scheinbar lose im Raum gruppiert sind. Vom Stadtgarten aus wirkt die Konstellation wie eine einander zugewandte Dreiergruppe mit einer vierten, abseits stehenden Stele; ebenso lässt sie sich als Figur deuten, die sich der Gruppe nähert.

Vier Stelen – ein sich wandelndes Gegenüber

Als allseitig erfahrbares Werk verändert die Skulptur ihre Wirkung mit dem Standort: Mal sind nur drei Stelen sichtbar, mal erscheinen alle vier gleichmäßig aufgereiht, halbkreisförmig gestellt oder als eng beieinanderstehende Gruppe. So entstehen wechselnde Bilder von Nähe, Distanz und Beziehung.

Der (ehemals) kräftig rote Farbüberzug hebt die Stelen deutlich vom Grün beziehungsweise winterlichen Braun des Stadtgartens und vom irdenen Rotton des Sockelgeschosses ab. Bereits vor Erreichen des Gebäudes sind sie weithin sichtbar, weisen den Weg zum Eingang und wirken wie ein „Empfangskomitee“. Als Signalfarbe zieht Rot Aufmerksamkeit auf sich und verleiht dem Werk in seiner heterogenen Umgebung die nötige Präsenz.

Mit Rot verbinden sich körperliche Assoziationen wie Blut, Vitalität, Lebendigkeit und Wärme. Naheliegend ist daher, die zweigliedrigen, aufragenden Formen als menschliche Figuren zu lesen: bodenständig, kraftvoll und zugleich ruhig. In dieser Lesart erscheinen sie als unaufgeregte Wächterfiguren, die die Hochschule schützen und Gäste willkommen heißen.

Der Künstler 

Klaus Wagner, 1956 in Böblingen geboren, war gelernter Stahlbauschlosser und Sozialpädagoge und arbeitete seit Anfang der 1970er Jahre als freier Künstler. Als Gaststudent an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart vertiefte er seine Kenntnisse. Er bevorzugte Stahl und Eisen und setzte einen Schwerpunkt auf die Stahlbildhauerei.

Die Skulptur wurde im Mai 2004 vor dem Haupteingang der Hochschule in Richtung Stadtgarten enthüllt. Gestiftet wurde das Werk von Dipl.-Ing. Walter Sorg, Ehrensenator der Hochschule für Technik Stuttgart.