Künstler*in
Maren Profke
Titel

Ohne Titel

Jahr
2026
Kunstform
Wandmalerei, Kunst am Bau
Material
Acrylfarbe
Adresse
Eichstraße 9, 70732 Stuttgart, Mitte
Standort
Entrée des Kulturamts

Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Kulturamts ist im Eingangsbereich eine neue Wandzeichnung der Stuttgarter Illustratorin und Künstlerin Maren Profke entstanden.

Der Gestaltung ging ein Open Call im Frühling des Jubiläumsjahrs 2026 voraus, der auf große Resonanz in der Stadtgesellschaft stieß. Insgesamt wurden 20 künstlerische Konzepte eingereicht. Eine Jury wählte daraus sechs Entwürfe aus, die anschließend der Öffentlichkeit zur Abstimmung vorgestellt wurden. Mit den meisten Stimmen setzte sich der Entwurf Ohne Titel von Maren Profke durch.

Für die Wandzeichnung entwickelte die Künstlerin eine Reihe von Motiven, die aus ihrer Sicht unterschiedliche Aspekte der Arbeit des Kulturamts aufgreifen und zugleich einen Bezug zu Stuttgart herstellen. Das Pferd steht für Stuttgart und verweist zugleich auf die Dynamik und Beweglichkeit der Kunst. Hände symbolisieren gemeinsames Schaffen und Zusammenarbeit. Wege, Sprechblasen und Häuser greifen Themen wie Prozesse, Austausch und kulturelle Orte auf. Zugleich lassen sich die Motive als Sinnbilder für neue Ideen und unterschiedliche Wege durch die Kulturlandschaft verstehen.

Die reduzierte Farbigkeit orientiert sich an den Farben des Stuttgarter Wappens und verleiht der Zeichnung eine klare, grafische Wirkung. In dieser bewusst reduzierten Gestaltung verbindet Maren Profke unterschiedliche Ebenen: Vertraute Zeichen treffen auf offene, teilweise mehrdeutige Bildmotive.

Typisch für ihre Bildsprache sind dabei auch subtile humorvolle Momente, die mit einer leisen melancholischen Note verbunden sind. So lädt die Wandzeichnung dazu ein, die einzelnen Motive nicht nur als konkrete Verweise, sondern auch als persönliche Assoziationsräume zu betrachten.

Mit ihrem Entwurf macht Maren Profke den Eingangsbereich zu einem sichtbaren Zeichen für die Vielfalt, Dynamik und Offenheit kultureller Arbeit – und für die Verbindung von Kunst, Stadt und Gesellschaft.