Künstler*in
Otto Herbert Hajek
Titel

Große Sitzende

Jahr
1953
Kunstform
Skulptur
Material
Muschelkalk
Maße
2 × 3.2 m
Adresse
Rosenbergstraße 17, 70176 Stuttgart, West

Jeden Morgen empfängt die halb sitzende, halb liegende Frau die Schüler*innen der Gewerblichen Schule im Hoppenlau in Stuttgart-West. Durch ihre Größe und Form strahlt sie sowohl Monumentalität als auch Ruhe aus – die Figur ist zwei Meter hoch und über drei Meter lang. Vom Treppenaufgang aus, auf einer Mauer platziert, schweift ihr Blick auf die Straße.  

Große Sitzende ist 1953 entstanden, vorausgegangen war ein Wettbewerb der Stadt Stuttgart, den Otto Herbert Hajek für sich entscheiden konnte. In den frühen 1950er Jahren ist der später international renommierte Künstler selbst noch Student an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart gewesen. Zeitlebens war es ihm wichtig, Zeichen zu setzen für eine menschlichere Gestaltung der städtischen Umgebung. 

Spitzname: Laura

Es ist eine urbane Legende, dass die Große Sitzende von Schüler*innen und Lehrer*innen der gewerblichen Schule auch Laura genannt wird. Die Schule hat in der Skulptur eine Identifikationsfigur gefunden, es gibt sogar Anstecknadeln mit einer Miniatur der Figur – überreicht für Verdienste für die Schule. Otto Herbert Hajek hat in seinem langem Schaffen viele Kunstwerke für Schulen und Universitäten gefertigt, er verband seine Kunst stets mit einem Bildungsanspruch. 

Die andere Große Sitzende

Vom britischen Bildhauer Henry Moore gibt es auch eine groß gewachsene Sitzende, in einem Skulpturenpark in Wuppertal hat sie zuletzt Platz genommen. Otto Herbert Hajek war in seinem Frühwerk sichtlich von Henry Moore inspiriert. Mitte der 1950er Jahre änderte sich dies stilistisch und er verabschiedete sich mehr und mehr von der figurativen Plastik.