Künstler*in
Reiner Ruthenbeck
Titel

Sieben schwarze Schranken

Jahr
1977
Kunstform
Skulptur
Material
Aluminium, Eisen, Blei, schwarz lackiert
Maße
je 11 m lang, Durchmesser: 17,5 - 8 cm
Adresse
Reitzensteinstraße 23, 70190 Stuttgart, Ost

Bundesgartenschau 1977 in Stuttgart

Die Sieben schwarze Schranken stehen im Unteren Schlossgarten hintereinander gereiht an einem Gehweg nahe der U-Bahn-Haltestelle Mineralbäder. Sie wurden vom Bildhauer Reiner Ruthenbeck (1937–2016) konzipiert und 1977 anlässlich der Ausstellung Konzept und Raum des Württembergischen Kunstvereins aufgestellt. Die Ausstellung fand im Rahmen der Bundesgartenschau statt, die damals bereits das zweite Mal seit 1945 in Stuttgart gastierte. 

Machart und Wirkung

Über 30 Meter säumen die Schränken den Weg im Park. Sie ähneln dabei einem Spalier oder Tor ohne Gegenstück – denn es gibt sie nur auf einer Seite. Das Material wirkt schlicht: Die 11 Meter langen, sich nach oben verjüngenden Aluminium-Koni und ihre Halterung sind seidenglänzend schwarz lackiert. Die Oberfläche verschluckt einfallendes Licht, daher sehen die dunklen Schranken in der grünen Landschaft wie Konturen aus. 

Wenn man unter den Sieben schwarze Schranken durchläuft, wirken sie still und auf eine Art anonym. In einem Moment scheinen sie sich zu bewegen und bedrohlich der Schwerkraft nachzugeben. Im nächsten Moment wird klar, dass sie proportional wohl ausbalanciert und statisch in ihrem Winkel von 50 Grad fixiert sind.

Reiner Ruthenbeck ging es genau um die Erfahrung dieser Gegensätze und ihr Verhältnis zueinander. Die 

Auseinandersetzung zwischen Landschaft und Objekt spielte für ihn bei diesem Werk eine maßgebliche Rolle.

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